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vertriebslexikon

Absatz

Ein Unternehmen, das Produkte oder Dienstleistungen verkauft, muss ermitteln, wie viel Gewinn es innerhalb eines bestimmten Zeitraums gemacht hat. Und genau dafĂĽr spielen sowohl der Absatz als auch der Umsatz eine bedeutende Rolle.

Was ist Absatz?

Der Begriff Absatz wird nicht einheitlich verwendet. Stattdessen gibt es mehrere unterschiedliche Bedeutungen:

  1. Absatz wird häufig mit Verkauf oder Vertrieb gleichgesetzt. Aber tatsächlich stellt der Vertrieb die Umsetzung des Absatzes sicher. (technisch, logistisch und personell)
  2. Absatz als letzte Stufe im betrieblichen Wertschöpfungsprozess: Dazu gehören die Planung, Organisation und Kontrolle des Absatzes sowie die Absatzdurchführung.
  3. Absatz als Ergebnis der Absatztätigkeit. In diesem Fall handelt es sich um die Menge der verkauften, vermieteten oder verpachteten Produkte oder Leistungen in einem bestimmten Zeitraum.
    Unternehmen erfassen die Anzahl der abgesetzten Einheiten – das Absatzvolumen – in der dem Produkt entsprechenden MaĂźeinheit. In den meisten Fällen ist dies die StĂĽckzahl, allerdings können auch Liter, Kilogramm oder andere MaĂźe je nach Sinnhaftigkeit infrage kommen.
    Bei immateriellen Gütern, wie zum Beispiel Software, kann es ggf. schwieriger sein, den genauen Absatz eines Unternehmens zu bestimmen. Hier ist dieser dann unter Umständen rechnerisch zu ermitteln.

Die Absatzmenge sollte man nicht mit der Produktionsmenge verwechseln. Denn die Anzahl der Einheiten, die hergestellt werden, stimmt ĂĽblicherweise nicht mit der Menge der verkauften Einheiten ĂĽberein.

Zusammenhang mit dem Umsatz

Die Absatzmenge ist eng mit dem Umsatz eines Unternehmens verbunden. Denn anhand dieser wichtigen Kennzahl lässt sich beispielsweise der Marktanteil ableiten. Zusätzlich kann ein Unternehmen mithilfe der Absatzmenge bewerten, ob der angestrebte Gewinn realistisch ist und welchen Preis ein Produkt haben muss, um den gewünschten Umsatz zu erzielen.

Der Umsatz, oder auch Erlös genannt, ist die Gesamtheit aller Einnahmen, die ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum mit dem Verkauf seiner Produkte/Leistungen erwirtschaftet. Es handelt sich also um einen Betrag, der skizziert, wie viel Geld ein Unternehmen mit dem Verkauf seiner Produkte oder Dienstleistungen (Absatz) eingenommen hat.

Dabei ist der Umsatz die Summe der Verkaufspreise fĂĽr die verkauften Produkte, ohne AbzĂĽge.

  • Rechnerisch ausgedrĂĽckt: Preis* Absatzmenge.
  • Beispiel: Verkauf von zehn SaaS-Lösungen zu je 350 €. Der Umsatz beträgt 3.500€.

Wie berechne ich den Absatz?

Verkaufspreis Ă— MENGE = Fixkosten + (MENGE Ă— variable Kosten). Dabei ist MENGE die gesuchte Absatzmenge.

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Wie kommt man auf die Preis-Absatz-Funktion?

Die Preis-Absatz-Funktion, teilweise auch Marktreaktionsformel genannt, hat ihren Ursprung in der Preistheorie und beschreibt im einfachsten Fall den funktionalen Zusammenhang zwischen dem Preis (Aktionsparameter) eines Anbieters und der zu diesem Preis in der Planperiode absetzbaren Menge (Erwartungsparameter).

Die Theorie basiert auf der Annahme, dass die abgesetzte Menge vom Preis abhängt. Dahinter wird in der Regel davon ausgegangen, dass bei einer Preissteigerung, die nachgefragte Menge sinkt.

Gewöhnlich wird von einer linearen Preis-Absatz-Funktion ausgegangen:

x(p)= a-bp

Dabei wird der Einfluss von Konkurrenzpreisen erst einmal nicht mit eingerechnet. Allerdings existieren in verschiedenen Marktformen auch unterschiedliche Formen dieser Funktion.

Warum braucht man eine Preis-Absatz-Funktion? Die Formel bildet die Grundlage für die Erklärung der Preisbildung.

Willst du den Höchstpreis berechnen, also den Preis ab dem ein Produkt nicht mehr gekauft wird, musst du in der Preis-Absatz-Funktion die Menge Null einsetzen.

Du brauchst noch ein Beispiel fĂĽr die Funktion? Dann schau dir dieses Video an!

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