Marktsättigung

Als gesättigten Markt bezeichnet man einen Markt, auf dem die Nachfrage der Kunden genau dem Angebot aller jeweiligen Produkte entspricht. In einem solchen Fall der Marktsättigung ist das ursprüngliche Kundenbedürfnis abgedeckt. Aus Unternehmersicht gestalten sich bei dieser Marktlage weitere Vertriebsmaßnahmen schwierig, da die Kunden nicht mehr zum Kauf bereit sind. Damit der Vertrieb weiterhin gewinnbringend funktioniert, bietet es sich an, Konkurrenten Marktanteile streitig zu machen. Dies ist hauptsächlich über den geschickten Einsatz von Marketinginstrumenten zu erreichen. Logischerweise dürfen die Kosten hierfür den entsprechenden Umsatz nicht übersteigen.

Vetriebsmöglichkeiten trotz Marktsättigung

Viele gegenwärtige Marktsituationen entsprechen einer Marktsättigung. Zum Beispiel ist der Markt der Mobiltelefone größtenteils gesättigt. Das Festnetztelefon ist auf dem Rückzug und die Verbreitung des Produktes über alle Käuferschichten nahezu vollständig. Um trotzdem weiterhin Umsatz zu schaffen, werden deshalb zwei Mechanismen angewendet:

  • Verkürzung des Produktlebenszyklus, indem Hardware und besonders Software in immer kürzeren Abständen aktualisiert werden. Dadurch entsteht ein neuer „quasi Bedarf“  (Nutzung der neuesten Apps, etc.).
  • Definierung eines Zusatznutzens über das Marketing. Dem Produkt werden Alleinstellungsmerkmale zugesprochen, die einen „eigenen“ Markt im Markt schaffen (iPhone, Apple). Außerdem lädt man den Markenwert, je nach Marktpositionierung, mit Merkmalen wie Lifestyle, Qualität, usw. auf. So ist es möglich selbst bei Marktsättigung noch Absatz zu erzielen.

Diese Methoden aus Vertrieb und Marketing lassen sich auf jegliche Form von gesättigten Märkten übertragen.