vertriebslexikon

Recruiting

Die Digitalisierung und der Fachkräftemangel sind nur zwei der neuen Herausforderungen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Um die passenden Mitarbeiter zu finden, können Recruiter der Schlüssel zum Erfolg sein.

Was versteht man unter dem Begriff Recruiting?

Der englische Begriff Recruiting wird auf Deutsch als Personalbeschaffung übersetzt. Ziel des Recruitings ist es, qualifizierte Mitarbeiter für eine offene Stelle eines Unternehmens zu finden. Sie sind also der erste Ansprechpartner, mit denen die Bewerber Kontakt haben.

Da Recruiter heutzutage vorrangig elektronisch arbeiten, also vor allem via Internet, spricht man häufig synonym auch von E-Recruiting.

Was macht ein Recruiter und für wen arbeitet er?

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • den Personalverantwortlichen treffen und Anforderungsprofil für die ausgeschriebene Stelle formulieren
  • aussagekräftige Stellenanzeige formulieren und anschließend Stellenanzeige in passenden Kanälen veröffentlichen
  • Active Sourcing: Selbstständige Suche nach Talenten
  • Vorauswahl: gründliche Sichtung und Bewertung von Bewerbungseingängen
  • Rückfragen der Bewerber beantworten
  • Telefoninterviews für ersten Eindruck führen
  • Geeignete Kandidaten für Vorstellungsgespräche einladen
  • Auswahlentscheidung vorbereiten: Kriterien für Zu- und Absagen festlegen
  • Auswahl von Kandidaten festlegen und die nicht geeigneten Kandidaten über Absage informieren

Ein Recruiter wird von einem Unternehmen beauftragt, passende Kandidaten für eine offene Stelle zu finden. Dabei ist er für den gesamten Akquiseprozess verantwortlich. Er trifft jedoch keine finale Entscheidung über die Einstellung. Dafür ist ein Personalverantwortlicher des Unternehmens zuständig.

Außerdem werden Recruiter von dem Unternehmen, das eine offene Stelle zu besetzen hat, bezahlt und arbeiten daher für dieses Unternehmen. Mit anderen Worten: Sie arbeiten nicht für die Bewerber. Diese Experten können zwar auch als Externe auf Erfolgsbasis beauftragt werden, aber häufig sind sie direkt in der Personalabteilung des suchenden Unternehmens angestellt. Damit unterscheiden sie sich von externen Personalvermittlern und Headhuntern. Denn diese agieren ausschließlich als Mittler zwischen Kandidaten und dem entsprechenden Unternehmen.

Recruiter: Internes vs. Externes Recruiting

Man kann bei der Personalbeschaffung zwischen internen und externen Recruitingmaßnahmen unterscheiden.

Potenzielle Mitarbeiter können direkt aus dem Unternehmen selbst rekrutiert werden. Sie können sich entweder freiwillig auf die Stelle bewerben oder von einem anderen Personalverantwortlichen eine Empfehlung erhalten. Interne Bewerber sind für Recruiter von enormem Wert, da sie bereits mit den Unternehmensabläufen und der Unternehmenskultur vertraut sind.

Zu den Recruitingmaßnahmen innerhalb des Unternehmens gehören:

  • Innerbetriebliche Stellenausschreibung z.B. über Internet oder Newsletter
  • Versetzung: Mitarbeiter mit geeigneten Qualifikationen werden an eine andere Stelle im Unternehmen versetzt

Externe Bewerber machen den Großteil der Bewerber für die meisten Stellen aus. Unternehmen erwarten, dass sie je nach der zu besetzenden Stelle bestimmte Fähigkeiten mitbringen. Sie hoffen aber auch auf neue Perspektiven und Ansätze, von denen das Team profitieren kann.

Zu den Recruitingmaßnahmen außerhalb des Unternehmens gehören:

  • Unternehmens-Webseite
  • Jobbörsen (kostenpflichtig und kostenlos)
  • Networking (informell, formell)
  • Karriere-Messen (online und virtuell)
  • Hochschulmarketing
  • Social Recruiting
  • Kandidaten-Datenbank/Talent Pool

Vor- und Nachteile des externen und internen Recruitings

Die Personalabteilung muss die Vor- und Nachteile der Einstellung von internen und externen Bewerbern abwägen. Welche Art Kandidat sie bevorzugt, hängt oft von der Situation ab. Auch die Präferenz des Personalleiters und die Perspektive des Unternehmens spielen eine Rolle. Beide Möglichkeiten haben eine Reihe von Vor- und Nachteilen.

Vorteile und Nachteile interne Stellenbesetzung:

Kann ein Recruiter im Unternehmen einen geeigneten Kandidaten finden, ist das nicht nur schneller, als eine externe Akquise, sondern auch wesentlich preiswerter. Hinzukommt, dass der Mitarbeiter in der Regel weniger Einarbeitung und Schulungen benötigt. Und nicht zuletzt ist dieser auch sehr viel loyaler.

Aber natürlich muss der Recruiter auch die Nachteile dieses Vorgehens bedenken. Denn verlässt ein Mitarbeiter seinen Job für einen anderen, muss diese alte Stelle neu besetzt werden. Das heißt, das Recruiting geht weiter. Außerdem könnte es unter Kollegen zu Rivalitäts- und Neidgefühlen kommen. Zudem liefern existierende Mitarbeiter keine neuen Inputs, wie es Außenstehende tun würden. Der größte Schwachpunkt ist jedoch die geringere Auswahl an geeigneten Kandidaten. Internes Recruiting lohnt sich deshalb vor allem dann, wenn bereits geeignete Bewerber bekannt sind.

Vorteile und Nachteile externe Stellenbesetzung:

Im Gegensatz zur internen Suche hat der Recruiter bei der externen Suche eine sehr viel größere Auswahl an Bewerbern. Diese können neue Perspektiven und Ideen in ihre Arbeit einfließen lassen. Besonders wertvoll können abgeworbene Talente von der Konkurrenz oder Absolventen angesehener Universitäten sein.

Externes Recruiting ist sehr viel zeitaufwendiger und deshalb auch mit höheren Kosten verbunden. Überdies muss der neue Mitarbeiter erst eingearbeitet werden. Im schlimmsten Fall erweist er sich als ungeeignet oder unfähig. Dann muss das Unternehmen die Stelle erneut ausschreiben.

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