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Zeugnisse in der Sales Bewerbung: Welche mitschicken, welche weglassen?

Sales | Lesezeit 5 min.

Bei der Bewerbung im Sales und anderen Bereichen, stellen sich vielen Bewerbern und Bewerberinnen immer wieder Fragen zu den Zeugnissen, die sie mitschicken sollen. Oft fordern Unternehmen, „alle relevanten Unterlagen“ beizufügen.

Aber welche Zeugnisse gehören in die Bewerbung? Welche Zeugnisse sind Pflicht und bei welchen darf man selbst entscheiden?
Diesen und anderen Fragen gehen wir am Beispiel der B2B Sales Bewerbung auf den Grund.

Die wichtigsten Zeugnisse bei der Bewerbung

  1. Schulzeugnis
  2. Ausbildungszeugnis und / oder Hochschulzeugnis / Universitätszeugnis
  3. Arbeitszeugnisse und / oder Praktikumszeugnisse
  4. Zertifikate über Fortbildungen und Weiterbildungen

1. Schulzeugnis

Muss das Schulzeugnis in die Bewerbung?
Zunächst einmal: Ja! Eine abgeschlossene Schullaufbahn mit Hauptschulabschluss, mittlerer Reife oder Abitur ist für die meisten Arbeitgeber Pflicht, deshalb sollte auch der Nachweis darüber nicht fehlen.

Muss das Schulzeugnis auch nach Ausbildung oder Uni noch in die Bewerbung?
Oft schließt sich an die Schullaufbahn eine Berufs- oder Hochschulausbildung an, sodass das Zeugnis über diesen Abschluss dann natürlich aktueller und auch wichtiger ist. Zumindest bis Anfang / Mitte 30 finden viele Personaler das Schulzeugnis aber dennoch interessant.

2. Ausbildungszeugnis und Hochschulzeugnis / Universitätszeugnis

Wichtiger als das Schulabschlusszeugnis ist für die Bewerbung das der Ausbildung, Hochschule oder Universität, da es meistens mehr oder weniger direkt für einen Beruf qualifiziert. Du solltest dabei neben dem Abschlusszeugnis auch eine Notenübersicht hinzufügen. Grundsätzlich gehört das Abschlusszeugnis der Hochschule oder Ausbildung zu jeder vollständigen Bewerbung. Bei mehr als 20 Jahren Berufserfahrung, kannst du möglicherweise zugunsten eines relevanteren Dokuments auf dein Abschlusszeugnis verzichten.

3. Arbeitszeugnisse und Praktikumszeugnisse

Besonders entscheidend sind für die meisten Recruiter die Arbeitszeugnisse. Sie belegen, dass du Berufserfahrung hast und welche. Anhand dieser Informationen können sich Personaler gut ein Bild machen, ob du zur ausgeschriebenen Position passt und sie zu ihr. Dabei legt jede Personalabteilung unterschiedliche Kriterien zu Grunde.

Im B2B Sales ist neben der Vertriebserfahrung grundsätzlich natürlich interessant,

  • in welcher Branche du gearbeitet hast,
  • mit welcher Art von Kunden und Deals du betraut warst und
  • wie die Firmen deiner ehemaligen Arbeitgeber strukturiert waren.

Wenn du noch am Anfang deiner Karriere stehst, ersetzen Praktikumszeugnisse die Arbeitszeugnisse. Dabei solltest du darauf achten, dass die Praktika eine gewisse Länge (mindestens ein Monat) und einen Bezug zum Inhalt deiner Bewerbung haben. Wenn du ein Schülerpraktikum beim Zahnarzt gemacht hast, hätte das in deiner Sales Bewerbung zum Beispiel nichts verloren.

4. Fortbildungen und Zertifikate

Fortbildungszeugnisse und Zertifikate sollten ebenfalls nur dann der Bewerbung beigelegt werden, wenn sie einen (unmittelbaren) Bezug zur ausgeschriebenen Position aufweisen. Weil es sich bei diesen Nachweisen meistens nicht um Voraussetzungen sondern gegebenenfalls um einen Bonus handelt, reicht es, die jeweils relevanten hinzuzufügen.

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So selektierst du die Zeugnisse für deine Sales Bewerbung

Der Personaler hat nur begrenzt Zeit, deine Bewerbung zu screenen. Es macht deshalb gerade bei Bewerbungen mit viel Berufserfahrung Sinn die beigelegten Zeugnisse vorher zu selektieren. Insgesamt bietet es sich nicht an insgesamt sehr viel mehr als 10 unterschiedliche Dokumente beizulegen. Sollte dem Personaler etwas fehlen, wird er danach fragen. Wer mehr Zeugnisse besitzt und sich nicht zutraut, die wichtigsten auszusuchen, kann natürlich auch auf Nummer sicher gehen und alle mitschicken.

Wenn du eine Auswahl treffen möchtest, kannst du dafür folgende Grundsätze beherzigen:

  • aktuelle Zeugnisse sind wichtiger als ältere
  • längere Arbeitsverhältnisse sind wichtiger als kürzere
  • der inhaltliche Bezug zur ausgeschriebenen Position ist der wichtigste Faktor (Relevanz)

Reihenfolge der Zeugnisse in der Bewerbungsmappe

Nach dem Anschreiben und dem Lebenslauf empfehlen wir für die weiteren Unterlagen folgende Reihenfolge:

  1. Arbeitszeugnisse (das neuste zuerst – rückwärts chronologisch)
  2. ggf. Praktikumszeugnisse
  3. Hochschul- und Ausbildungszeugnisse
  4. ggf. Schulabschlusszeugnis
  5. Zertifikate und Zeugnisse über Fort- und Weiterbildungen

Grundsätzlich gilt, dass die individuellen Anforderungen des konkreten Unternehmens oder der Situation wichtiger sind als Gepflogenheiten. Bei der Frage, welche Zeugnisse in deiner Bewerbungsmappe nicht fehlen dürften, solltest du dich also immer an erster Stelle fragen, welche Nachweise aus Perspektive des Recruiters interessant sind.

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