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Lohnt sich der Vertriebsaußendienst? Das sind die Vor- und Nachteile

Sales | Lesezeit 5 min.

Eigentlich gehört der Ruf, der dem Vertriebsaußendienst teilweise immer noch vorauseilt, ungefähr in die Steinzeit. Trotzdem ziehen viele Absolventen als Berufseinstieg zunächst das Marketing vor, weil eben doch immer noch das Schreckgespenst „Klinkenputzen“ in den Köpfen herumgeistert, wenn das Wort Außendienst fällt.

Tatsächlich ist gerade der B2B Sales nun wirklich nicht auf Türklinken beschränkt sondern hat inhaltlich, finanziell und in der Karriereplanung einiges zu bieten. Das heißt natürlich trotzdem nicht, dass der Beruf für den einzelnen neben vielen Vorteilen nicht auch Nachteile haben kann.

Um euch die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Karriere im Vertriebsaußendienst zu erleichtern, haben aus den Gesprächen mit unseren Mitarbeitern und Bewerbern eine Pro- und Contra-Liste für euch zusammen gestellt:

Pro: Diese Faktoren sprechen für den Außendienst im Vertrieb

Flexibilität

Der Außendienst im B2B Vertrieb aber auch im B2C ist eine Tätigkeit, die in der Regel freie Zeiteinteilung ermöglicht. Vertriebler in dieser Position können normalerweise frei entscheiden, wann sie ihre Kundentermine legen, wann sie lieber telefonieren möchten und an welcher Stelle sie die Administration erledigen. Oft ist es auch möglich remote und aus dem Homeoffice zu arbeiten.

Gute Verdienst- und Karriereperspektiven – auch für Quereinsteiger möglich

Im Vertrieb grundsätzlich und ganz besonders im Außendienst ist willkommen, wer Talent hat. Das bedeutet einerseits, dass dieser Karriereweg auch offen ist für Lebensläufe mit anderen Berufsausbildungen. Dies kann manchmal sogar erforderlich oder ist zumindest je mehr von Vorteil, desto komplexer das Produkt ist. Gerade im B2B Sales handelt es sich manchmal um sehr spezialisierte Softwarelösungen oder komplizierte Geräte. Wenn ein Studium oder eine Berufsausbildung in diesem Bereich vorliegen, bringt das einen Vorsprung.

Auch Bewerber mit wenig Erfahrung im Außendienst kann ein schneller Aufstieg auf der Karriereleiter bevorstehen, wenn er ein guter Verkäufer ist. Durch kontinuierlich gute Leistungen können neben schnellen Beförderungen auch zügig Gehaltserhöhungen verhandelt werden, zumal die Provisionen oft so vereinbart werden, dass sie potenziell nach oben nicht gedeckelt sind.

Umgang mit Menschen

Der Außendienst im Sales bringt viel persönlichen oder telefonischen Kundenkontakt mit sich. Menschen mit aufgeschlossener, kommunikativer Persönlichkeit werden sich hier nicht nur wohl fühlen sondern auch besonders erfolgreich sein. Fähigkeiten, die hier willkommen sind, aber auch bei der Arbeit im Außendienst noch gelernt oder perfektioniert werden, sind Diplomatie, Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft, Souveränität und Höflichkeit.

Vielfältiges Aufgabenfeld und Einsatzgebiet

Im Vertriebsaußendienst gleicht kein Tag dem anderen. Dafür sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Allen voran natürlich die vielen verschiedenen Kunden und Ansprechpartner die der Sales besonders im Außendienst mit sich bringt. Auch der Arbeitsplatz kann potenziell das klassische Büro, das Homeoffice oder das Office des Kunden sein. Auch andere Orte kommen in Ausnahmefällen in Betracht. Zusätzlich können sich Aufgabenbereiche im Außendienst verändern entwickeln. Grundsätzlich decken sie außerdem von der Administration bis hin zur Präsentation, Beratung und Auswertungen viele Bereiche ab. Für wen also ein klassischer Bürojob zu eintönig ist und wer sich stattdessen viel Abwechslung im Berufsalltag wünscht, für den könnte der Außendienst im Sales genau das Richtige sein.

Contra: Das sind die Nachteile im Vertriebsaußendienst

Überstunden

Der Vertriebsaußendienst ist kein klassischer 9-to-5 -Job. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich der Vertriebsmitarbeiter manchmal an den Terminkalender des Kunden anpassen muss. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass an einem Tag sehr viele Termine liegen oder diese zu unbequemen Tageszeiten stattfinden. Auch Überstunden sind in der Branche keine Seltenheit. Insgesamt sind diese Faktoren aber stark von der Motivation und dem Einsatzwillen des Einzelnen abhängig, sodass durchaus Einflussmöglichkeit für den Vertriebsmitarbeiter im Außendienst besteht.

Grundgehalt kann niedrig sein

Während die Provisionen im Vertrieb meist recht großzügig ausfallen und oft nicht gedeckelt sind, kann es sein, dass das Grundgehalt im Außendienst eher niedrig ausfällt. Das kann besonders beim Berufseinstieg problematisch sein. Zu diesem Zeitpunkt wurde noch kein fester Kundenstamm akquiriert und der Umsatz und damit die Provision fallen dementsprechend niedrig aus. Beim Unterzeichnen eines Arbeitsvertrags sollte deshalb darauf geachtet werden, dass nicht nur die Provisionen stimmen sondern auch das Grundgehalt so hoch ist, dass es notfalls ausreicht.

Bild Außendienst

Einzelarbeit

Im Außendienst ist der Vertriebsmitarbeiter zwar in fast ständigem Kontakt mit externen Ansprechpartnern. Es kann aber passieren, dass er mit den eigenen Kollegen und Vorgesetzten nur recht wenige persönliche Berührungspunkte hat. Seine Arbeit als Einzelkämpfer zu strukturieren und durchzuführen ist für manche Menschen reizvoll. Daneben gibt aber auch Persönlichkeitstypen, denen das nicht liegt. In der Praxis reagieren darauf viele Unternehmen, indem sie es als selbstverständlich etablieren, dass Außendienstmitarbeiter, die gerade nicht bei einem Termin außerhalb sind, zusammen in einem Office sitzen und dort telefonieren oder ihre Administration erledigen.

Verkaufsdruck

Der Vertrieb ist dafür bekannt, viel mit Zielvorgaben zu arbeiten und dabei auch durchaus ambitionierte Erwartungen zu stellen. Das gilt auch für den Vertriebsaußendienst und macht die Arbeit bis zu einem gewissen Grad spannender und motivierend. Schließlich wird das Erreichen der Umsatzziele ja auch mit Incentives und Provisionen belohnt. Diese Dynamik funktioniert allerdings nur so lange, wie die Ziele realistisch bleiben. Wenn sie unerreichbar sind, werden sie den Vertriebsaußendienstmitarbeiter eher früher als später entmutigen. Leider ist das in manchen Unternehmen der Fall. Es ist deshalb sinnvoll, sich genau über einen zukünftigen Arbeitgeber zu informieren. Dies kann idealerweise vor Unterzeichnung des Arbeitsvertrages direkt bei einem der zukünftigen Kollegen aus dem Vertrieb erfolgen. Auch Online-Plattformen können Aufschluss über Erfahrungen aus dem Außendienst im Vertrieb eines Unternehmens geben.

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